Am 01. Dezember 1945 mietete die Loge zwei Zimmer in ihrem alten Logenhaus, die anderen Räume wurden von einem Rechtsanwalt und einem Arzt genutzt. Bereits Ende 1945 erteilte die amerikanische Militärregierung für Berlin der „Großen Landesloge“ die Genehmigung, ihre Logentätigkeiten wieder aufzunehmen, genau 175 Jahre nach ihrer Gründung.

Am 19. Januar 1946 fand die erste Zusammenkunft im Harzburger Logenhaus statt. Der frühere Logenmeister Bode, der seinerzeit die Lichter löschen musste, zündete an diesem Tag das Licht wieder an. Eine Sammlung für das Flüchtlingshilfswerk erbrachte 500 RM, die man dem Bürgermeister überreichte. Zum ersten Logenmeister der Nachkriegszeit wurde Karl Pfeffer gewählt, die Brüder Bode und Emil Peters bekleideten Ämter im Vorstand. Am 18.05.1947 nahm die Johannisloge „Zur gründenden Tanne“ ihre Arbeit wieder auf.  

Am 29. April 1952 wurde vor dem Logengebäude eine von Emil Peters gestiftete Tanne gepflanzt, die heute noch dort steht  -  eine verspätete Beigabe des Logennamens „Zur grünenden Tanne“. Bruder Ohms war der neue Logenmeister. Aufgrund seines hohen Alters bekleidete er das Amt nur drei Jahre und übergab es 1953 an den Druckereibesitzer Karl Sasse. Bruder Sasse, 1952  -  1967 auch Präsident des Harzburger Rennvereins, führte die Harzburger Loge zu einer der bedeutendsten Niedersachsens.


Ende der 80er Jahre wurde das ehemalige Gärtnerhaus grundlegend saniert. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, stellte man den ursprünglichen Zustand wieder her  -  eine Bereicherung der Innenstadt Bad Harzburgs. Im Jahre 2002 wurde das 100-jährige Stiftungsfest mit vielen Brüdern aus ganz Deutschland im Bündheimer Schloss gefeiert. Es war ein würdiger Rahmen für so einen feierlichen Moment.

Neben der Freimaurertätigkeit widmete sich die Harzburger Loge schon immer humanitären und karitativen Aufgaben.
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